Bretagne 2023 – Lannion

Nächster Tag, nächster Ausflug. Diesesnal nach Lannion und dann am die nahegelegene Rote Küste. Aber der Reihe nach. Zuerst geht es mit dem Zug los und wir haben ein bisschen Zeit uns Lannion anzusehen.

Lannion ist ein spannender Ort. Klassisch bretonisch und ländlich, nahe der Küste. Noch bis Anfang der 1960er Jahre wurde auf der Place du Marc’hallac’h der traditionelle Viehmarkt abgehalten. Doch in der Nachkriegszeit wurde Lannion Ausgangspunkt eines transatlantischen Seekabels, was einen Wendepunkt darstellte und die Telekommunikationsindustrie ansiedeln ließ und einen Bevölkerungszuwachs brachte. Heute gilt Lannion als „Silicon Valley Frankreichs“, was man auch an der hübschen und teureren Straßen bemerken kann.

Unser Ziel ist aber eigentlich etwas anderes: Die Küste, nämlich die Côte de Granit Rose (rosa Granitküste). Sie ist ein Küstenabschnitt der nördlichen Bretagne zwischen Paimpol und Trébeurden und wegen seiner bizarren Felsformationen aus rötlichem Granit berühmt.

Wir fahren mir dem stadtauswärts von Lannion nach Trébeurden, wo wir bei Ebbe ankommen, was bei einem Tidenhub von 8m eine bizzare Mondlandschaft erzeugen ließ.

Wir sstärken uns direkt am Strand, das Wetter ist sehr windig an diesem Tag.

Danach ggeht unser Spaziergang los bis zur Île-Grande. Die Ebbe lässt uns den Weg abkürzen, doch der Schlamm und die vielen Meerespflanzen lassen uns langsamer voran kommen.

An der île-Grande angekommen haben wir noch Zeit für eine Flasche Cidre bevor unser Bus kommt. Mit dem letzten Zug geht es danach wieder zurück. Ein Aufregender Tag voller intensiver Eindrücken.

Bretagne 2023 – Paimpol

Guingamp und Paimpol bilden einen Gemeindeverband. Paimpol ist dabei das bekannte Hafenstädtchen mit vielen Booten in der Marina. Das ist aber nicht der Grund warum wir dort hin Reisen, es ist vielmehr das nur alle zwei Jahre stattfindende Festival du Chant de Marin, ein dreitägiges Seefahrtsliederfestival.

Zuerst geht es aber mit dem ersten Zug los, eine wunderbare nicht-elektrifizierte Stichstrecke dem Fluss entlang und durch den bretonischen Wald.

Gestärkt mit Croissants und Kaffee geht es los.

Der Hafenbereich ist abgesperrt und nur mit den Tickets zugänglich, dort gibt es dann vier größere und kleinere Bühnen, aber zusätzlich sind alle Schiffe und jeder Ort auch eine Möglichkeit spontan das Beste zu geben.

Zwischen der Musik gibt es viel Kulinarik und Verkaufsstellen aller Art, von Schmuck bis Kleidung, von regionalem Gemüse bis kunstvolle Gartenmöbel.

Wir bleiben den ganzen Tag und fahren mit dem letzten Zug wieder nach Hause. Ein kurzer Streifzug durch das malerische Städtchen geht sich auch noch aus. Es war ein wunderbarer und ereignisreicher Tag!

Bis in zwei Jahren? 😉