Baskenland 2024 – Donostia / San Sebastian

Angekommen um 1:00 freuen wir uns auf die Unterkunft. Der Taxifahrer redet uns auf Red Bull Salzburg an, denn die Niederlage des örtlichen Fußballvereins Real Sociedad im Euopacup vor einigen Jahren hat noch Eindruck hinterlassen.

San Sebastián (~ 190.000 Einwohner*innen) liegt im äußersten Norden der Iberischen Halbinsel an der Bucht La Concha (deutsch: Die Muschel), deren Name von ihrer auffälligen Form herrührt. Die Mündung der Bucht wird durch die Felsmassive des Monte Igueldo und des Monte Urgull begrenzt, in der Ausfahrt selbst liegt die kleine Felseninsel Santa Clara. Der weitläufige Bogen der Bucht mit der Strandpromenade und der zwischen La Concha und der Mündung des Flusses Urumea gelegene Parte Vieja-Alde Zaharra (deutsch: Altstadt) sind bekannte Touristenattraktionen.

Weiters wichtig für die Entwicklung der Stadt war, dass Maria Christina von Österreich, Witwe von König Alfons XII. und Königin von Spanien bis zur Volljährigkeit ihres Sohnes Alfons XIII., San Sebastián ab 1886 zu ihrer ständigen Sommerresidenz machte und der Stadt damit zu einem starken gesellschaftlichen Aufschwung verhalf.

Im Jahr 1914 entwickelte sich San Sebastián mit Einsetzen des Ersten Weltkriegs zu einem kosmopolitischen Zentrum Europas. Im damals weltberühmten Casino der Stadt „Kursaal“ verkehrten Persönlichkeiten wie Mata Hari, Leo Trotzki und Maurice Ravel.

Das alles mach San Sebastian zu einem einzigartigen Ort. Voller Leben, viel Gewusel, viel (moderne) Architektur und das regenreiche warme Meeresklima sorgen für ein üppiges Grün.

Aber berühmt ist San Sebastian auch für seine Dichte an Sterne-Lokalen und für die Pintxos, die basische Version von Tapas – Häppchen die mit einem Glas Wein oder Bier eingenommen werden. Gerade Saison haben die kleinen grünen Paprikas, die frittiert mit Brot und Salz serviert werden – herrlich 😍!

Ein Highlight war auch noch der Hausberg, auf den eine Standseilbahn fährt und auf dessen Gipfel ein alter Vergnügungspark gebaut wurde. Eine tolle Aussicht und ein bisschen Adrenalin hat uns viel Spaß gemacht.

Den tollen Aufenthalt beschließen wir mit einem einmalig-ausgezeichneten Menü in einem Michelin-Sterne-Lokal.

Danach geht es weiter mit dem wunderbaren Euskotren, einer Schmalspurbahn, die als Vorortebahn fungiert, an die atemberaubende baskische Flysch-Küste, aber dazu das nächste Mal mehr!

Baskenland 2024 – 2600 km

Seit dem letzten Blog-Artikel sind knapp 48 Stunden vergangen, wir sind mit dem Schnellboot von Kroatien nach Italien gefahren und haben dort noch den Italienischen Sommer an der Adria wie aus dem Bilderbuch mitbekommen.

…aber das wirkt, als wäre es 4 Wochen her, denn diese Zeilen werden in Spanien geschrieben, 2.600 km, 11 Züge, 1 Taxi und ein Bus sowie 22 Stunden Fahrt später.

Aber der Reihe nach. In Pesaro🇮🇹 geht es schon früh los, mit Zügen über die Alpen bis nach Bitzfeld bei Öhringen in Baden-Württemberg. Verspätung: 0 min. Wir liefern dort unser Hochzeitsgeqand für in drei Wochen ab und besuchen das ehrenwürdige Brautpaar noch am Abend.

Am nächsten Tag ist dann wieder früh Tagwache. Doch der Eisenbahngott meint es an diesem Tag nur so halb gut mit uns. Ein um 5min verpasster Anschluss in Schwäbisch-Hall besiegelt unser Schicksal und wir kommen schlussendlich in San Sebastian knapp 3 Stunden später an – da hilft auch ein versuchter Sprint mit eine Taxi leider nichts.

In Paris, wo wir den Bahnhof wechseln müssen, sind die gerade laufenden Olympischen Spiele unübersehbar. Wir bleiben dennoch nur so kurz als möglich und der nächste TGV bringt uns nach Hendaye an der französisxh-spanischen Grenze. Wir genießen Croque Monsieur und Bier im Bar-Wagen. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang sind wir quasi im Zug.

In Hendaye angekommen warten wir auf den Flixbus nach San Sebastian, weil so spät kein Regionalzug mehr fährt. Wir schlagen die Zwit mit einem Blick auf der Brücke hinüber nach Irun in Spanien Tor.

In San Sebastian flitzen wir dann noch schnell in die Unterkunft.  Es ist 2:10 Uhr und es wird jetzt Zeit zu schlafen, nach 2.600 km durch halb Europa.

🌜 Gute Nacht 😊!

Baskenland 2024 – Start via Lošinj

Es geht los! Unsere Reise mit der Eisenbahn ins Baskenland im Sommer 2024.

Aber wir wären nicht wir, wenn wir am direkten Weg anreisen würden. So starten wir mit einer Bahnfahrt nach Budapest und dort mit dem Nachtzug „Retro Istra“ nach Rijeka.

In dieser Zeit sind viele liebe Freunde hier, die wir teilweise schon lange nicht gesehen haben, wie Lidia und Roman und ihre drei Kinder aus Lviv, oder Steffi, Lukas und Samuel und natürlich Agnes und Yorick 😍!

Hier ist es einfach immer wunderschön und beim Wegfahren denkt man sich immer: Schade! …auch wenn eine tolle Reise vor uns steht. Es ist einfach ein paradiesischen Ort!

Heute ging es dann los mit dem Schnellboot „Nautilus“ von Mali Lošinj nach Pesaro auf der anderen Adriaküste in Italien. Nur 2 Stunden 30 Minuten dauert die Überfahrt. Ein interessantes Erlebnis: Ein volles Boot nur mit sehr jungen Italiener*innen und im Innenraum läuft in teilweise höllischer Lautstärke der Film „Rush“ über Niki Lauda 😅! Zuerst auf Englisch, dann wird Italienisch reklamiert 😉!

Morgen geht dann die lange Reise weiter über  Baden-Württemberg und Paris und Hendaye nach San Sebastian, wo wir am Montagabend ankommen werden!

Danke fürs Mitlesen und „wir lesen uns“ dann beim nächsten Eintrag! 😊