Bretagne 2023 – Guingamp

Unser nächster Halt ist der Ort Guingamp, an der Bahnstrecke gelegen und mit guter Möglichkeit für uns die rote Küste bei Lannion und Painpol und sein alle zwei Jahre stattfindenden Musikfestival zu besuchen.

Der Name der Stadt, der zum ersten Mal in einer 1123 zugunsten des Abtes von Saint-Melaine in Rennes verfassten Urkunde vorkommt, wird aus dem altbretonischen Wort „win“, heute „gwenn“ gebildet, im Sinne von „weiß“, „gesegnet“ oder „heilig“, aber auch „Ödland“, und aus dem alten bretonischen „camp“, entlehnt aus dem lateinischen „campus“, der ein „offenes Feld“, eine „Landschaft“ bezeichnet. Wahrscheinlich vor dem 10. Jahrhundert ist dieser Ortsname, wie vom Historiker Bernard Tanguy vorgeschlagen, ein Homonym von „campus Wincamp“, wörtlich domaine du Champ blanc.

Alles klar?

Das Städtchen ist jedenfalls etwas verschlafen, aber durchaus schön herausgeputzt. Anders als in den anderen Orten der Bretagne, an denen wir waren, ist es nicht so chique. Der Hauptplatz als Parkplatz, einige Obdachlose, Leerstand, wenige Geschäfte. Dennoch fühlen wir uns wohl.

Besonders beeindruckend ist der Fußgängerweg über den Fluss Trieux.

Die eehemalige Burg ist noch sehr gut erhalten und die dazugehörige gotische Kirche ebenso. Ein tolles Bauwerk!

Ein hervorragendes mehrgängigen Menü im 》Le Jardin Gourmand 《 lassen wir uns in guingamp auch nicht nehmen.

Die kommenden Ausflüge sind vielversprechend, also dran bleiben 😉!

Bretagne 2023 – Morlaix

Unser nächster Stopp ist das bretonische Städtchen Guingamp, strategisch gut än der Bahnlinie zwischen Rennes und Brest gelegen wird es unsere Basis der nächsten Tage sein.

Doch davor am Weg von Magali dorthin besichtigen wir noch das Städtchen Morlaix, dessen größtes Wahrzeichen ein riesiges Eisenbahnviadukt durch die Stadt ist, sehr beeindruckend. Doch zuvor steigen wir die 100 Stufen vom Bahnhof ins Tal zum Hafen hinab, bevor sich uns die Sicht auf das viadukt eröffnet.

Vor ddem Rathaus ist ein Partizipationsprojekt mit Bücherschrank und Sirzgelegenheiten aufgebaut, sowie ein Bilderrahmen, den wir natürlich nutzen 😉!

Viel Zeit bleibt nich, aber wir nutzen sie gut ausgewählt für hervorragende Galettes und Crêpes zu Mittag, ein Cidre darf auch nicht fehlen.

Danach beobachten wir noch wie ein neuer TGV 》l’océan《 das Viadukt quert und dann wird es für uns selbst Zeit nach Guingamp weiterzureisen.

Die halbstündigen Fahrt ist leider zu knapp für einen konsumierenden Besuxh im speisewagen, aber ein paar Fotos sind sich ausgegangen, genauso wie der Blick hinunter vom Vidukt auf den Hafen von Morlaix.

Bretagne 2023 – Bei Magali

Wir haben unsere Reise auch danach ausgerichtet, dass wir bei Magali zu Besuch kommen können. Als Marlene zwei Jahre alt war, hat sie am Tulpenweg zur Untermiete gewohnt und als Sprachassistentin an Welser Schulen gearbeitet. Heute lebt sie mit ihrem Mann Arnoud und ihren beiden Kindern in Moguériec, einer Katastralgemeinde von Sibiril, an Bretagnes Nordküste, westlich von Roscoff.

Es ist ein herzliches Wiedersehen nach 16 Jahren, als Marlene zuletzt hier war. Wir werden sehr freundlich bewirtet und herumgeführt.

Magali nimmt sich Zeit um uns die Gegend zu zeigen. Zuerst St. Pol de Leon, dem ehemaligen Bischofssitz…

Weiter geht es in die ehemalige Piratenstadt Roscoff, ein wichtiger Fährhafen nach Großbritannien und Irland. Hier stehen noch Kannonen aus vergangene Tagen auf der Mole. Die Brücke zur Fähre an die nahe Île-de-Bratz besuchen wir, der extrem starke Wind bläst uns fast davon. Beei druckende Naturgewalten. Der Tidenhub sind hier rund 8 m und die Auswirkungen sind unglaublich.

Aber Roscoff hat auch noch andere schöne Dinge zu bieten, das wusste auch bereits Mary Stewart, die hier einen Tag verbrachte…

Am Weg zurück war dann auch bereits das Wasser wieder da.

…und das Wasser kam heftig, die Flut war an diesem Tag, gemeinsam mit dem Sturm besonders stark, sodass das gesamte Örtchen zur Hochzeit an die Mole des Ortes zusammen gekommen ist um sich das Schauspiel anzusehen.

Zum Abschluss noch eine Wanderung an der Küste des Ortes entlang, bei Regen und Sturm, sehr beeindruckend.

Am nächsten Tag wird noch gemeinsam gefrühstückt und ein wenig über er Politik und die Vergangenheit geplaudert, ein letzter Spaziergang bei Magalis Lieblingsstränden und wir verabschieden uns wieder nach genau 24 Stunden.

Schön wars!

Bretagne 2023 – Quimper

Das Städtchen Quimper, Bischofssitz der Bretagne war sie letzten Tage unsere Heimat. Eine wunderbare Wohnung wo wir gut entspannen konnten war die Ausgangsbasis für viele Touren ins Umland. Besonders toll sind die viele Fachwerkhäuser und Crêperien.

In der Zeit als wir dort waren fand auch das Volksmusikfestival statt, wo wir uns an einem Abend das bunte Treiben der Bevölkerung angeschaut haben und auch ein kulinarisches Festival, wo man sich durch die Weine der Straße neben der Kirche kosten konnte.

Ein schönes Städtchen für viele Ausflüge, das wir dann auch in Richtung der bretonischen Nordküste verlassen, mit der eingleisigen Dieselline in Richtung Brest, dann mit Bus und Bus um schließlich in Sibiril bei Roscoff zu landen. Dazu aber das nächste Mal mehr!

Bretagne 2023 – Camaret-sur-mer

nächster Tag, nächster Ausflug. Dieses Mal auf die Halbinsel Crozon. Die komplette Halbinsel gehört zum Regionalen Naturpark Armorique (französisch Parc naturel régional d’Armorique), dem einzigen Naturpark in der Bretagne. Es war einer der Orte, an denen vorgeschichtliche Menschen ihre Heiligtümer errichteten, wie beispielsweise Steinreihen von Lagatjar bei Camaret-sur-mer. Los geht es aber zuerst einmal wieder mit dem Bus, 1,5h an diese für ihre Künstler berühmte Küstenstadt, wo uns gleich einmal Ebbe und der Wochenmarkt mit vielen regionalen Köstlichkeiten begrüßt.

Wir sstarten aber gleich los zu unserm Marsch der Küste entlang bis zum Aussichtspunkt Pen-Hir, vorbei an den bereits erwähnten Steinreihen. Sie sollen ursprünglich aus bis zu 400 Steinen bestanden haben, so dass die Gesamtlänge des Hauptbauwerkes früher 600 Meter erreichte. Viele der umgestürzten Steine aus weißem Quarzit wurden im Jahr 1928 wieder aufgerichtet, so dass die Reihen heute aus 72 Menhiren bestehen.

Quasi gleich dahinter eröffnet sich uns die an diesem Tag besonders wilde, dem offenen Atlantik zugewandte, Küste. Wir werden etwa 5 Stunden bei rauem, aber unglaublich beeindruckenden, Wetter und Natur unterwegs sein, vorbei an Bunkeranlagen und dem Monument der Bretonen in Frankreich.

Am frühen Nachmittag biegen wir wieder mit Sicht auf Camaret bei der Zivilisation ein und schauen uns noch den Schiffsfriedhof und die Seefahrer*innenkapelle an, bevor es zurück nach Quimper geht. In der Zwischenzeit hat es schon angefangen zu schütten.

Am Abend werden wir für mich nich ein neues Handy suchen und finden… eine eigene Geschichte… Es gibt jedenfalls wieder eines und Blogeinträge kann man auch ganz gut verfassen 😉!

Bretagne 2023 – Pointe du Raz

Wir sind noch immer in Quimper und dir Ausflüge gehen weiter. Leider hat mich eine Handypanne beim Schreiben der Blogeinträge etwas zurückgeworfen 😉!

Für den Tag ist viel Regen Angesagr, besonders am Abend, also versuchen wir es mit der äußersten Spitze der Bretagne, dem Pointe du Raz. Für uns geht es mit dem Bus los, die Fahrt wird etwa eine Stunde dauern.

Wie man gut sehen kann, sieht man nicht sich so gut. Der Regen, der Wind, der Nebel, es war dennoch eine sehe beeindruckende Eerfahrung an diesem wilden Ort. Normalerweise sind hier die Massen, an diesem Tag waren wir fast alleine, eine gute Crêpe hat es dennoch gegeben ☺️!

Zurück in Quimper fängt es dann so richtig zum Regnen an und wir werden uns die wunderbare gotische Kathedrale ansehen.

Bretagne 2023 – Guilvinec

Angekommen in Quimper fühlen wir uns in diesem schnuckeligen Städtchen mit Fachwerkshäusern und großer gotischen Kirche aus Stein gleich wohl. Aber zu Quimper ein anderes Mal mehr. Wir nutzen diesen Ort auch um Ausflüge in spannende Orte in Finìstere, dem westlichsten Teil der Bretagne zu machen.

Es ist Sonntag und sonntags ist es mit den Öffis in der Bretagne nicht so einfach. Aber ein Besuch des Fischereihafen Guilvinec mit dem Fischereimuseum HaliOtika bietet sich an. Der Ort hat nur knapp 2.600 Einwohner*innen, dennoch befindet sich hier einer der wichtigsten Fischereihäfen der Bretagne. Nach Boulogne-sur-Mer wird hier die größte Menge an gefangenem Fisch verkauft, dessen Wert den der verkauften Fische in anderen bretonischen Häfen weit übersteigt.

Es gibt hier viele Orte mit einer „Rue de la Gare“, doch die Schienen sind hier leider schon lange verschwunden, deshalb heißt es mit dem Bus anzureisen.

In Guilvinec ist Volksfest-Tag und wir kommen Mittags an und überbrücken mit einem standesgemäßen Mahl die Zeit bis zur Öffnung des Museums (15-18.00 Uhr).

HaliOtika wurde 2000 eröffnet und anders als andere Fischereimuseen ist das Zentrum auf die aktuelle Fischerei und Fischereiwirtschaft ausgerichtet. Mit dem Zentrum sollten die im Hafen vorhandenen Aktivitäten touristisch vermarktbar gebündelt werden. Die für die Fischerei problematischen unorganisierten Besucherströme in den Arbeitsbereichen des Hafens sollten so zugleich auch kanalisiert werden. Es zeigt in sehr anschaulicher und beeindruckender Weise die schwere Arbeit auf einem Hochseefangschiff ohne aber zugleich ein Fünkchen Kritik an dieser Kulturtechnik (Klimawandel, Überfischung, Umweltverschmutzung,…) aufkommen zu lassen.

Abschließend machen wir noch eine schnelle Wanderung in den Nachbarort Penmarc’h um dort den letzen Bus um 18.45 Uhr nach Quimper zu erwischen.

Die Wanderung entlang der unendlichen Dünenlandschaft des Sandstränden zwischen der beiden Städte war einfach fantastisch.

Der auch in diesem Ort befindliche zweithöchste Leuchtturm der Bretagne (65 m), der Phare d’Eckmühl ging sich leider zeitlich nicht mehr aus und so bewunderten wir ihn aus der Entfernung, dafür war ein Crème de Caramel Au buerre salé Eis ein schmackhafter Ersatz.

Zurück mit dem Bus wartete noch fantastische Crepes mit mit Cidre in Quimper auf uns.

Daken allen fürs Mitlesen, der nächste Ausflug kommt bestimmt 😉!

Bretagne 2023 – Quiberon

Endlich Meer und das noch dazu an diesem beeindruckenden Ort. Quiberon liegt auf einer Halbinsel auf der Südküste der Bretagne. Sie war noch bis ins 11. Jahrhundert eine Insel, ehe sich ein Tombolo bildete und das Festland die Insel mit dem nur 100 m breiten Isthmus von Penthièvre verband.

Wir reisen wie gehabt mit dem Zug an. In den Sommermonaten verkehrt hier der „Korkenzieher-Zug“ oder „Tire-Bouchon“ auf französisch. Eine uralte Dieselstrecke, die betrieben werden muss, da sonst alle Busse auf der schmalen Straße im Stau stehen würden. Daher Korkenzieher 😉!

Unser AirBnB-Studio ist fast ganze am Ende der Halbinsel mit direktem Blick aufs Meer, wir genießen die Zeit auf der Terrasse sehr mit Essen und lesen.

Am einzigen vollen Tag den wir in Quiberon haben machen wir einen ausgedehnten Inselspaziergang auf der dem offenen Meer zugewandten Seite, auch genannt Côte Sauvage (Wilde Küste). Zwischendrin eine Mittagsschlürfung von Austern.

Jetzt aber wirklich die wilde Küste:

Den Vormittag vor der Abreise genießen wir noch mit Blick aufs Meer und Muschel sammeln. Das Wetter ist an diesem Tag deutlich wärmer, schöner und das Meer ruhiger. Dann holt uns der süße Stadtbus, der Quib’Bus in Richtung Bahnhof ab.

Am Bahnhof wartet der „Tire-Buchon“ schon, der uns wieder zurück nach Auray bringt, und von wo es dann weiter nach Quimper geht.

Hier werden wir nun ein paar Tage bleiben und Finistère erkunden.

Bretagne 2023 – Rennes

Rennes gilt als die Hauptstadt der Bretagne und ist mit rund 222.000 Einwohnern die elftgrößte Stadt Frankreichs. Sie ist eine wichtige Universitätsstadt, was man auch sofort merkt. Viele Lokale, links, modern und aufgeschlossen.

Beeindruckend sind v.a. die schieben Fachwerkshäuser, die mittelalterliche Stadt Struktur und gleichzeitig die moderne Architektur.

Am ersten Abend gibt es Fish&Chips, zum Frühstück Croissant und Cappuccino und am zweiten Abend Galettes mit Cidre, dazwischen Poké Bowl und Espresso und Keks. Fantastisch 😍!

2022 wurde die neue Metrolonie b eröffnet mit selbstfahrenden Zügen, sehr schön, ebenso wie die viele (grüne) Architektur!

Nach 1,5 Tagen Rennes geht es nun endlich weiter ans Meer, nach Quiberon. Doch vor der Abfahrt noch einmal Croissants 🥐 vor dem modernen Bahnhofsgebäude!

Bretagne 2023 – Frankfurt

Das langsame Reise liegt uns im Blut, wenngleich eine Reise mit ICE oder TGV alles andere als langsam ist. Dennoch, es braucht seine Zeit um ans westlichste Ende von Frankreich zu kommen. Wir stoppen in Frankfurt um die neue Heimat von Steffi, Lukas und Samuel zu bewundern.

Steffi und Samuel nehmen sich viel Zeit und zeigen uns ihre Umgebung. Frankfurt ist eine nette Mischung aus Alt und Neu, aus klassisch und modern, aus gemütlich und urbaner Hektik. Guter Kaffee, Currywurst und klassisch Frankfurter Grüne Soße mit Apfelwein darf nicht fehlen.

Nach einem tollen Tag und einem sehr entspannten Vormittag geht es für uns weiter nach Paris und Rennes. Es geht jetzt so richtig los 😍!